Corona-Hirtenbrief 2020

Hirtenbrief an die Gemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart zur Corona-Pandemie, 25. Sonntag im Jahreskreis: 20. September 2020

Bischof Dr. Gebhard Fürst   Gottesglaube in Corona-Zeiten

Einrichtungsleitung (w/m/d) gesucht

Das Kolpinghaus Reutlingen ist ein Berufliches Internat und Jugendwohnheim mit zurzeit 152 Jugendlichen. Im Kolpinghaus erhalten Auszubildende, Blockschüler*Innen und andere junge Menschen Unterkunft, Verpflegung und pädagogische Begleitung im Sinne der Leistungen der Paragraphen 13 und 34 SGB VIII. Darüber hinaus sind Zimmer an Studierende vermietet. Der Träger sucht zum 1. Januar 2021 oder früher für die Einrichtungsleitung eine zusätzliche Führungskraft mit 100%igem Stellenumfang. Die Leitungsaufgaben sollen von einer Doppelspitze mit zwei Leitungskräften erledigt werden. Die Stelle ist unbefristet.
Ihre Aufgaben

  •  Außenvertretung des Kolpinghauses gegenüber Partner/innen in den Kommunen, im kirchlichen Bereich, in Politik und Wirtschaft
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Zusammenarbeit mit Schulen, Betrieben, Kammern und Innungen
  • Personalführung der Mitarbeiter*Innen
  • Verantwortung für das Finanzbudget
  • Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern des „Kolpinghaus Reutlingen e.V.“
  • konzeptionelle und bauliche Weiterentwicklung des Hauses
  • Steuerung des pädagogischen Teams bei der Begleitung der Jugendlichen

Wir erwarten

  • Hochschulabschluss
  • einschlägige Kenntnisse in Pädagogik, Sozialrecht, Betriebswirtschaft und EDV
  • gute soziale Kompetenzen und hohes Engagement
  • werteorientiertes, partizipatives Führungsverständnis
  • Zugehörigkeit zu einer Christlichen Kirche der ACK
  • Identifikation mit den Zielsetzungen einer Kolping-Einrichtung
  • mehrjährige Berufserfahrung in Einrichtungen der Jugendhilfe erwünscht

Wir bieten

  • attraktive, vielfältige und entwicklungsfähige Aufgabengebiete
  • verantwortliche Tätigkeiten mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten
  • Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Supervision
  • Die Vergütung erfolgt nach dem Tarif für Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes.

Möchten Sie Fragen im Voraus klären, steht Ihnen der Leiter des Kolpinghauses, Herr Rist, gern zur Verfügung.
Telefon: 07121 4334-0 Fax: 07121 4334-34 Email: h.rist@kolpinghaus-reutlingen.de
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis spätestens 15.09.2020 an den Vorsitzenden des Kolpinghaus Reutlingen e.V per Mail an:

Roland.Knaebler@drs.de oder an: Vorstand Kolpinghaus Reutlingen e.V., Liststr. 26, 72764 Reutlingen

Ulrike Neher-Dietz wechselt von der Citykirche zur Klinikseelsorge

„Ich bin eine Netzwerkerin“, sagt Ulrike Neher-Dietz von sich. Menschen begegnen, mit ihnen ins Gespräch kommen, zwischen ihnen Verbindungen schaffen, Netzwerke erstellen, um helfen zu können – erfüllt sie mit Begeisterung. Diese Freude hat sie in ihrer Zeit als Pastoralreferentin in der Citykirche weitergegeben: an die Besucher, an Menschen, die das Gespräch suchten, an das ehrenamtliche Team.

Seit 2005 gibt es in Reutlingen das ökumenische Projekt Citykirche in der Innenstadt. Ulrike Neher- Dietz war von katholischer Seite aus von Anfang an dabei, förderte Aktionen, initiierte Ausstellungen, setzte mit den Chorraumgestaltungen viele spirituelle Impulse und half dabei, aus der Citykirche das zu machen, was sie jetzt ist: eine Anlaufstelle und ein Gasthaus der besonderen Art mitten in der Stadt  mit offenen Türen und offenen Ohren. Die Begegnung mit den Menschen, der Austausch von Lebens- und Glaubensgeschichten und das gemeinsame Suchen, nach dem, was im Leben trägt, war ihr ein Anliegen. „Es war eine lange und tolle Zeit. Die ökumenische Offenheit, die Möglichkeit, selbst etwas gestalten zu können und kreativ zu sein“, habe ich sehr genossen, sagt sie rückblickend.  

Und so mischt sich zum Abschied auch Wehmut mit der Freude auf die neue Stelle in der Seelsorge der Klinik am Sternenberg. Am 15. Juli ist dort Arbeitsbeginn. Die ausgeschriebene Stelle habe sie immer wieder umgetrieben und ihr Lust gemacht, sich noch einmal neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen und zu wechseln. Gestärkt aus den Erfahrungen in der Citykirche ist sie nun gespannt auf die Aufgaben im Krankenhaus. Ulrike Neher-Dietz freut sich darauf, in einem ökumenisch ausgerichteten Seelsorge-Team zu arbeiten und für Patienten, Angehörige und Pflegepersonal da zu sein. /mto

Aktuelles

Gottesdienste in neuem Gewand

Kein Singen, jede zweite Kirchenbank bleibt leer, Einbahn-Regelung im Kirchenschiff, kein Weihwasser, kein Friedensgruß, vorherige Anmeldung. Seit 9. Mai dürfen auch in den katholischen Kirchen wieder Gottesdienste gefeiert werden – unter strengen Hygienevorschriften, mit geänderten liturgischen Abläufen und ohne die sonst selbstverständlichen gemeinschaftlichen Rituale. Eine Zwischenbilanz aus der Gemeinde St. Peter und Paul im Storlach.

 

„Vor lauter Hygieneregelungen konnte ich mich zuerst überhaupt nicht auf den Gottesdienst einlassen. Ständig habe ich überlegt, ob ich alles richtig mache“, beschreibt eine Kirchgängerin ihre Erfahrungen mit den ungewohnten Gottesdienstformen. Mittlerweile habe sie sich daran gewöhnt.  Tatsächlich seien die Corona-Maßnahmen eine Bremse, spontan und unbefangen am Gottesdienst teilzunehmen, stimmt Pfarrer Roland Knäbler zu, insbesondere für Besucher, die nicht regelmäßig in die Kirche gehen oder zum ersten Mal kommen. Dass das Singen fehlt, nehme etwas weg, empfindet der Pfarrer. „Wir versuchen, diesen Dialog mit anderen Mitteln aufzubauen, zum Beispiel, dass die Gemeindemitglieder kleine Sätze aus dem Evangelium vorlesen.“  Hören und Zuhören, so Knäbler bekämen eine ganz andere Gewichtung, - eine Konzentration auf das Wesentliche. „Das wiegt das andere aber nicht auf.“  Auch dem Kantor und Kirchenmusiker, Martin Neu, fehlt sehr der Gemeindegesang und vor allem der Chorgesang, für ihn eine wichtige Bereicherung des Gottesdienstes.

Und noch ein gemeinsames Miteinander wird vermisst: der Austausch der Gemeindemitglieder untereinander nach dem Gottesdienst auf dem Kirchplatz.

Befremdlich bleibt für einige Gläubige, wie die Kommunion verteilt wird. Der Empfang des Leibes Christi in einer Hostie, wie es der katholische Glauben vorsieht, ist der Höhepunkt einer jeden Eucharistiefeier.  In St. Peter und Paul werden die Hostien mit einer Hostienzange gereicht, nachdem sich die Kommunionhelfer die Hände desinfiziert und Einmal-Handschuhe angelegt haben. „Durch die Instrumente wird hier eine künstliche Distanz aufgebaut, die wir eigentlich nicht haben wollen“, sagt Knäbler. Aber auch die Variante, die Hostie auf eine Serviette zu legen und die Serviette später wegzuwerfen, trieft die Empfindlichkeit tiefgläubiger Menschen.

Unter organisatorischen Aspekten seien die Gottesdienste ein Kraftakt, berichtet Thomas Baumann, gewählter Vorsitzender in der Kirchengemeinde, der mit anderen als Ordner darauf achtet, dass die Hygienevorschriften im Gottesdienst eingehalten werden. „Da kommt eine große Verantwortung auf die ehrenamtlichen Helfer zu.“  Und manche Kirchenbesucher fühlten sich auch etwas gegängelt, wenn man sagt, wo sie sitzen dürfen.

Siebzig Besucher sind in St. Peter und Paul für die Gottesdienste unter Beachtung der Abstandregeln möglich. Wenn Hausgemeinschaften kommen, die zusammensitzen dürfen, auch mehr. Für den Gottesdienstbesuch muss man sich anmelden – online oder telefonisch. Das bleibe eine Schwelle, schätzt Pfarrer Knäbler. Damit auch spontane Kirchenbesuche möglich sind, gibt es einen Anmeldetisch an der Kirchentür noch vor dem Gottesdienst. Wegschicken musste man bisher noch keinen. Für den Sommer hofft er auf vorsichtige Lockerungen für die Gottesdienste. Bis dahin „muss man das Beste daraus machen.“ (M. Toman)

Rat der Religionen Reutlingen gegründet

Mit der Gründung des Rats der Religionen am 6. Februar 2020 in Reutlingen erreichte eine 18 Monate dauernde Entwicklung einen ersten Höhepunkt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften, der Stadtverwaltung und der interessierten Bürgerschaft wurden „Zeuge eines seltenen, außergewöhnlichen Ereignisses“, wie Dr. Markus Weingardt von der Stiftung Weltethos in seinem Festvortrag betonte, bevor die Gründungsurkunde im vollbesetzten Spitalhof feierlich unterzeichnet wurde.

Frieder Leube von der evangelischen Kirche, Moderator des Gesprächskreis der Religionen, führte durch den denkwürdigen Abend. Einen großen Dank richtete er zunächst an die Stadtverwaltung, allen voran Oberbürgermeister Thomas Keck und seine Mitarbeiterinnen Sultan Plümicke und Vera Stokic vom Amt für Integration und Gleichstellung sowie an den Vertreter des Ministeriums für Soziales und Integration Dr. Max Bernlochner und Lena Zoller von der Stiftung Weltethos, die die Gründung des Rats der Religionen im Vorfeld beratend begleitet hatten und gerne für ein Grußwort nach Reutlingen gekommen waren. Dr. Bernlochner gab einen kurzen Überblick über die Entstehung der bisher 12 lokalen Räte der Religionen in Baden-Württemberg und sicherte zu, dass das Ministerium den Reutlingern gerne auch weiterhin beratend zur Seite stehen wird. Lena Zoller zitierte den Gründer der Stiftung Weltethos, Prof. Dr. Hans Küng: „Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen. Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.“ Die Gründung dieser Räte der Religionen sei daher ein Anliegen der Stiftung, da sie sich für ein friedliches und besseres Miteinander in Vielfalt einsetzen und Orte der Begegnung schaffen, „extrem wichtig für Teilhabe und Solidarität gegen die Herausforderung der Globalisierung“.

Die Schaffung konkreter Plattformen für Gespräche, Kennenlernen, gemeinsame Veranstaltungen und Projekte sind auch OB Keck ein Anliegen. In seinem Grußwort dankte er den Beteiligten und freute sich darauf, zukünftig im Rat der Religionen einen Ansprechpartner mit fachlicher Expertise in Religionsfragen zu haben. Er sicherte zu, dass die Stadtverwaltung in religiöser Hinsicht auch weiterhin Neutralität wahren und einen Rahmen für die freie Religionsausübung schaffen wird.

Die Gründung des Rats der Religionen sei jedoch erst der Startpunkt, denn jetzt gehe es richtig los, ermahnte der Referent des Abends, Dr. Weingardt. Der Friedensforscher zeigte anhand von Beispielen verschiedener Religionsvertreter, dass entgegen der medialen Fokussierung auf religiös begründete Kriege und Greueltaten die Religionen durchaus auch als Friedensstifter auftreten würden. Er rief die Anwesenden dazu auf, weiterhin den Dialog zu suchen, denn er bedeutet Begegnung, Austausch und Kennenlernen. Begegnung lebt von Verschiedenheit und macht das Leben interessant. Verschiedenheit kann guttun, ergänzen und bereichern, darum müsse die Stadtgesellschaft jeder Tendenz der Vereinheitlichung mit Kräften und entschieden entgegen treten. Ein Blick in die Natur zeigt schon, dass die Schöpfung eine unglaubliche Vielfalt birgt, in der die Schönheit und Vitalität der Natur liegen. Homogene Monokulturen hingegen sind schädlich für das Ökosystem, und so ist auch Homogenität in der Gesellschaft schädlich.

Deshalb solle sich das „Miteinander“ in ein „Füreinander“ entwickeln: „Treten Sie für einander ein!“, denn ein Brandanschlag auf eine Moschee müsse für die Reutlinger gleichbedeutend sein wie ein Anschlag auf die Marienkirche. Vernehmbar sein in der Stadt, zusammen arbeiten und miteinander reden, dies lasse das Vertrauen zu einander wachsen und so kann der Rat der Religionen ein Segen sein für die Stadt Reutlingen.

Im Hinblick auf die gegenwärtigen politischen Entwicklungen stellte Frieder Leube denn auch die Frage: „Wer weiß, wofür die Räte der Religionen zukünftig noch wichtig werden?“

Bevor die Vertreterinnen und Vertreter der zehn beteiligten Religionsgemeinschaften die Gründungsurkunde feierlich unterschrieben, erklärten sie in kurzen Statements, welche Bedeutung der Rat für sie hat und in wieweit sie in der Stadt sichtbar sind. Wichtig sind ihnen die gemeinsamen Friedensgebete, die Dialoge und das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen, die Begegnungen aber auch die Verantwortung für die Stadtgesellschaft, denn „die Kirche kann sich nicht in ihre vier Wände zurückziehen“, so Pfarrer Roland Knäbler von der katholischen Kirche. Berührend war der Wunsch der jüdischen Gemeinde, sich ohne Ängste und Polizeischutz offen zeigen zu können.

Einige kurze Schlaglichter auf die Satzung des Rats der Religionen gab danach Bernhard Bosold von der katholischen Kirche:

Die Ziele des Rats der Religionen:

  • Förderung und Gestaltung eines friedlichen Zusammenlebens der Religionsgemeinschaften untereinander und in der Stadtgesellschaft
  • Einsetzen für die Religionsfreiheit und Unterstützung der freien Religionsausübung

Dazu verpflichten sich die Religionsgemeinschaften zur Einhaltung und Respektierung des Grundgesetzes, der freien Meinungsäußerung und des respektvollen Umgangs untereinander. Sie setzen sich ein für die Prinzipien des Parlaments der Weltreligionen (Gewaltlosigkeit, Solidarität, Toleranz, Gleichberechtigung und Ökologische Verantwortung) und der Antidiskriminierung.

Zu den vielfältigen Aufgaben gehören

  • Ansprechpartner zu sein in Fragen und Anliegen der Religionsgemeinschaften in der Stadt Reutlingen
  • Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Institutionen zur Klärung praktischer Fragen das Zusammenleben der Religionen betreffend
  • Mitwirkung bei öffentlichen Veranstaltungen
  • Gemeinsame öffentliche Stellungnahmen
  • gegenseitige Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten
  • Einsetzen für eine positive Wahrnehmung der religiösen Vielfalt in der Stadt

Die Mitglieder setzen sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern von zehn Religionsgemeinschaften in Reutlingen, die auch die Gründungsurkunde unterschrieben:

  • Ahmadiyya Muslim Jamaat
  • Internationale islamische Gemeinschaft e.V.
  • Yunus-Emre-Moschee
  • Baha’i-Gemeinde e.V.
  • Israelitische Religionsgemeinschaft
  • Evangelisch-methodistische Kirche
  • Neuapostolische Kirche
  • Katholische Kirche
  • Evangelische Kirche
  • Griechisch-orthodoxe Kirche

Beratende Funktion hat die Stadt Reutlingen, vertreten durch den Oberbürgermeister sowie eine Vertretung des Amts für Integration und Gleichstellung und auch die ACK Reutlingen. Für die Stadtverwaltung unterschrieb daher OB Keck die Urkunde, für die ACK Reutlingen deren Vorsitzender Pfarrer Burgenmeister.

Mit einem Dank für die vielen wertvollen Worte lud Frieder Leube im Anschluss daran zu einem kleinen internationalen Imbiss und weiteren Gesprächen ein.

Text: Claudia Klatt

Keppler-Stiftung übernimmt katholische Sozialstation Orschel-Hagen

Reutlingen. Zum 1. Januar dieses Jahres ist die katholische Sozialstation Reutlingen mit Sitz in Orschel-Hagen von der katholischen Gesamtkirchengemeinde auf die Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung übertragen worden. Während einer Feierstunde hob Pfarrer Roland Knäbler in seiner Begrüßungsrede hervor, dass caritative und diakonische Arbeit viele Bereiche vereine, vielschichtig sei und weitreichende Kompetenzen verlange. „Nicht mehr alle können alles machen.“ Man brauche mehr Ressourcen, um bestehen zu können.  „Die Übertragung findet im Bewusstsein und dem Ziel statt, dass die Zukunft der katholischen Sozialstation unter dem Dach der Keppler-Stiftung  als einer professionellen katholisch kirchlichen Trägerin in der Diözese Rottenburg-Stuttgart  gesichert ist, um weiterhin soziale Dienste für die Versorgung, Betreuung und Pflege alter und kranker Menschen in Reutlingen anzubieten“, zitierte der gewählte Vorsitzende der katholischen Gesamtkirchengemeinde, Franz Sales Weiss, aus der Präambel des Übertragungsvertrags. Die Keppler-Stiftung mit Sitz in Sindelfingen wurde vom Caritas-Verband als privatrechtliche Stiftung vor zwanzig Jahren gegründet. Sie ist nach eigenen Angaben die größte katholische Trägerin und Dienstleisterin in der Altenhilfe in Baden-Württemberg und unterhält zahlreiche Seniorenwohnanlagen, Tagespflegen, ambulante und stationäre Dienste wie das Seniorenzentrum Gertrud Luckner in Orschel-Hagen.  Alfons Maurer, Vorstand der Keppler-Stiftung, unterstrich den ganzheitlichen Ansatz, das Konzept der Lebensqualität und die Bedeutung von Beziehungen bei der Pflege von alten und kranken Menschen. Die Sozialstation in Reutlingen mit ihrer hundertjährigen Tradition bezeichnete er als „Schatz“. Die Übergabe der Einrichtung erfolge mit positiver Jahresbilanz.  Mit den 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern würden übernommen, auch die Strukturen und Abläufe blieben weitgehend gleich, beschreibt Irmgard Ziermann vom katholischen Verwaltungszentrum, bis Ende 2019 Geschäftsführerin der Sozialstation, den Übergang in die neue Trägerschaft. In der größeren Stiftung könnten künftig viele Synergieeffekte genutzt und dadurch Freiräume für die Pflege geschaffen werden. Ihr Nachfolger ist nun Hanspeter Brodbeck von der Keppler-Stiftung. (mto)

 

 

Frohe Weihnachten

Allen Gemeindemitgliederinnen und Gemeindemitgliedern wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Beginn des Neuen Jahres.

Gott möge Ihre Wege begleiten!

Gelassen – Weglassen- Zulassen

Katholische Vertreter diskutieren über die Zukunft der Gemeindearbeit in Reutlingen...

 „Wie sieht`s aus, Herr Weihbischof?“ Mit der scheinbar provokant gestellten Frage eröffnete Clemens Dietz, gerade neu eingeführter Dekanatsreferent, einen Informationsabend über die Situation und die Zukunft der katholischen Seelsorgeeinheiten auf dem Reutlinger Stadtgebiet.
Weihbischof Matthäus Karrer und Christiane Bundschuh-Schramm von der Abteilung für die pastorale Konzeption im Bischöflichen Ordinariat standen Rede und Antwort. Der Hintergrund des Abends ist die neue pastorale Stellenplanung der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die am 1. September vergangenen Jahres in Kraft getreten ist, und deren Auswirkungen durch Stellenkürzungen in den Gemeinden schon massiv spürbar geworden sind. Eingeladen zu der Veranstaltung mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Vertretern der Kirchengemeinden hatten die drei in der Stadt Reutlingen angesiedelten Seelsorgeeinheiten Reutlingen Mitte/Eningen, Reutlingen Nord und St. Lukas.

Und deren Vertreter machten sich erstmal Luft. Bernhard Bosold (St. Lukas), Thomas Draxler (SE Reutlingen/Nord) und Martin Brauße (SE Reutlingen Mitte/Eningen) berichteten von der Situation vor Ort – über das Zusammenwachsen von Teilgemeinden zu Seelsorgeeinheiten, um das Bemühen, in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen zu werden, über die Vielfalt spiritueller und gemeinschaftlicher Angebote, über das Engagement in der Flüchtlingsarbeit, aber auch über die Fassungslosigkeit angesichts des Vertrauensverlustes durch den Missbrauchsskandal, über manche Ernüchterung im KiamO-Prozess (Kirche am Ort und an anderen Orten), über das Gefühl mangelnder Transparenz und Klarheit für die Zukunft und über die Überforderung der Ehrenamtlichen, die für einige Aufgaben einspringen, wenn pastorale Mitarbeiter fehlten. „Wenn wir volkskirchlich nicht aufgeben wollen oder können, fordert uns das viel Kraft“, so Bosold und stellte die alle betreffenden strategische Zukunftsfrage: „Woher kommen die pastoralen Kräfte?“ Zudem machten die Kirchengemeindevertreter auf eine Besonderheit in Reutlingen aufmerksam. Durch die Einteilung in Seelsorgeeinheiten, die zum Teil über die Stadtgrenzen hinausgehen, wie in Eningen oder Pliezhausen, werde die katholische Kirche in der Stadt als ein ganzes Subjekt mit einer Stimme nicht wahrgenommen. Das sei auch schwierig für die Randgemeinden der Seelsorgeeinheiten, gab Martin Brauße zu bedenken. Bernhard Bosold formulierte es drastischer: „Die Katholische Kirche in Reutlingen gibt es nicht“.
In seiner Antwort machte Weihbischof Karrer zunächst deutlich, dass es keinen Plan für alle gebe. Vielmehr müsse sich die Diözese bei der geforderten gerechten Verteilung des Personals an regionale und lokale Bedürfnisse ausrichten. „Wir haben hier eine maximale pastorale Heterogenität“ betonte Karrer und verwies auf das Stadt-Land-Gefälle. Eine große Rolle für die künftige Personalentwicklung spielten auch die Ergebnisse einer Studie der Freiburger Universität, die im Mai diesen Jahres veröffentlicht wurde und die eine langfristige Projektion der Entwicklung der Kirchenmitglieder und damit zusammenhängend der Höhe der Kirchensteuer aufzeigt. Danach wird die Zahl der Mitglieder in der katholischen Kirche bis 2035 um 20 Prozent zurückgehen. Begründet wird dieses nicht nur demografisch, sondern auch mit den ausgebliebenen Taufen in der Gemeinde und Austritten, vor allem bei den 25 bis 40jährigen. Besonders betroffen von diesem Transformationsprozess seien die Kirchengemeinden, die erst vor rund 50 Jahren als „Heimatgemeinde“ gegründet wurden, so Karrer. Gerade hier müsse ein Umdenken stattfinden und nannte fast ein Credo für die künftige Arbeit in den Gemeinden: „Was ist das Wesentliche, was ist Gestalt und damit veränderbar?“ Was könne weggelassen oder anderen Gemeinden überlassen werden, sagte Karrer auch mit Blick auf mögliches Konkurrenzdenken zwischen den Gemeinden und empfahl mehr Gelassenheit. „Wie können wir Katholiken Menschen das Evangelium in verschiedenen Situationen anbieten?“ betonte auch Bundschuh-Schramm und verwies auf junge Gläubige, die nicht mehr in Gemeindezugehörigkeit dächten. „Wir müssen mehr zulassen, auch an anderen Orten“.
Zulassen sollte die Katholische Kirche nach Meinung einer Kirchengemeinderätin im Publikum aber noch viel mehr: Frauen als Priester, verheiratete Priester mit Familie, die sogenannten Viri probati. „Warum verzichtet die Katholische Kirchen auf diese Marktressourcen, um den pastoralen Engpass zu beheben?“, fragte sie stellvertretend für viele im Raum. Denkbar, so ein Vorschlag, sei auch ein gewählter Priester im Zivilberuf auf Zeit. Weihbischof Matthäus Karrer kennt diese Diskussionen zur Genüge, die seiner Meinung nach für die katholische Kirche in Deutschland existenziell seien. „Die katholische Kirche muss als Weltkirche lernen, unterschiedliche Lösungen zu akzeptieren“.

Fridays for future

Die globale Klimakrise bewegt zur Zeit viele Gemüter von Jugendlichen. Jedoch ist nicht nur die junge Generation betroffen, denn um ein allgemeines Bewusstsein zu schaffen und die Klimakrise aufzuhalten, ist ein Zusammenspiel aller Generationen notwendig. Und laut den Wissenschaftler haben wir dafür nicht mehr viel Zeit.
Aus diesem Grund planen wir, FridaysForFuture Reutlingen, eine generationenübergreifende Demonstration am Freitag, dem 12.07.2019, um 13:15
Uhr auf dem Marktplatz in Reutlingen.
Unter dem Motto "Gemeinsam stark- GenerationsForFuture" laden wir alle Kinder, Schüler, Studenten, Eltern, Lehrer, Berufstätige, Großeltern, Rentner und alle anderen Menschen, die Lust haben, für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren, ein, mit uns ein gemeinsames Zeichen zu setzen.
Lasst uns an diesem Tag gemeinsam hier in Reutlingen für unseren Planeten und unsere Zukunft einstehen.
Wir freuen uns auf Euch alle!

FridaysForFuture Reutlingen

Dekanatswallfahrt

Unter dem Motto „Magnificat“ findet am Sonntag, 19. Mai, die diesjährige Dekanatswallfahrt in der St. Andreas-Kirche in Reutlingen statt. In einem marianischen Festgottesdienst um 17.00 Uhr soll für das Heil, das Gott uns schenkt, gedankt werden, wie es im Lobpreis Mariens zum Ausdruck kommt.

Dazu tragen Schrift- und Besinnungstexte sowie Lieder und musikalische Beiträge von Kirchenchören aus dem Dekanat bei. Anschließend wird zum geselligen Beisammensein auf der Pfarrwiese (bei schlechtem Wetter im Saal) eingeladen, selbstverständlich bei Häppchen und Getränken.

Herzliche Einladung an alle, die gerne zusammen beten, singen und feiern!

Frohe Ostern

Wir wünschen Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest und laden herzlich ein zur Feier der vielfältigen Gottesdienste in der Kar- und Osterwoche in den Gemeinden und Kirchen in Reutlingen.

Gottesdienste in Reutlingen

Knapp eine Million für Investitionen

Höhere Personalkosten, schrumpfende Rücklagen, zukunftsträchtige Vorhaben und eine knappe Million für Bau- und Sanierungsvorhaben - in seiner jüngsten Sitzung beschloss der katholische Gesamtkirchengemeinderat den Haushalt für 2019 mit einem Volumen von über 6 Millionen Euro....

Den gesamten Artikel können Sie hier lesen.

Zeit für Zuwendung

Am Sonntag, 07. April, feiert der Krankenpflege-Förderverein in Reutlingen hundertjähriges Bestehen mit einem Gottesdienst in der St. Wolfgang-Kirche. Schwester Nicola Maria Schmitt von den Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal wird als Gastpredigerin die Fastenzeitreihe "Mehr als ein Wort" fortsetzen....

Den gesamten Artikel findet Sie hier

Ravensburger Erklärung

Hier können Sie die Presseerklärung der Aktionsgemeinschaft Rottenburg (AGR) zur Stellungnahme von Bischof Fürst zur "Ravensburger Erklärung" und zur Auseinandersetzung um eucharistische Gastfreundschaft in der Ökumene lesen.

Artikel aus der Schwäbischen Zeitung vom 03.04.2019

Frohe Weihnachtstage und ein blühendes Neues Jahr

...da liegt es das Kind auf Heu und Stroh,

Maria und Joseph betrachten es froh...

 

Die einfachen Gräser sind zu Blüten geworden,

das Kind zeigt schon die Frucht an, die es bringen

wird mit seiner Botschaft:

einen Augenblick der Freude,

eine wohltuende Begegnung,

das Gefühl, gerade ist es stimmig in meinem Leben,

die Hand die gereicht wird

das stille Dasein

das einander Tragen

das ermutigende Wort

 

...da liegt es das Kind und wandelt das Stroh

und betrachtet die Menschen froh...

 

Frohe Weihnachten und ein blühendes Neues Jahr wünscht Ihnen Ihre Katholische Kirche Reutlingen

Kick-Off-Veranstaltung

Am 16. September, von 14.30 Uhr-18.00 Uhr, lädt das Prozessteam der Seelsorgeeinheit Reutlingen Mitte-Eningen ein zu einer Kick-Off-Veranstaltung für den Beginn der 2. Phase des Entwicklungsprozesses 'Kirche am Ort'. Christiane Bundschuh-Schramm aus der Hauptabteilung 'pastorale Konzeption' der Diözese wird den Nachmittag begleiten. Interessierte sind willkommen und wenden sich an das Pfarrbüro St. Wolfgang (490255) oder benutzen das Kontaktformular dieser Seite.

 

 

Wahlpodium der ACK Reutlingen

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Reutlingen veranstaltet am Mittwoch, 13. September, von 19.30 Uhr - 22.00 Uhr ein Wahlpodium im Augustin- Bea- Haus, St. Wolfgang-Str. 12. Kandidatinnen und Kandidaten der derzeit im Bundestag vertretenen Parteien stellen sich den Fragen zum Thema Spaltung der Gesellschaft durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Kirche und Politik, Verhältnis zur Wahrheit?

 

 

Interkulturelle Woche 2017

Vom 23.9. - 3.10. 2017 findet in Reutlingen die 27. interkulturelle Woche statt. Was hält Menschen in einer Gesellschaft zusammen? Wie viel Gemeinsamkeiten und Konsens braucht es, damit Zusammenleben in Vielfalt gelingt? Die zentrale Veranstaltung findet statt am Montag, 25.9., um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek zum Motto: 'Vielfalt verbindet'.

Das Programm der gesamten Woche und Hintergünde finden Sie hier...